Lob für Zusammenarbeit von KMBD und Stadt: Kompromisslösung am Oder-Havel-Kanal hilft der Freizeit- und Berufsschifffahrt

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Am Oder-Havel-Kanal in Oranienburg werden zwei 500-kg-Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Die Stadt Oranienburg teilte nun mit, dass als Splitterschutz eine zweilagige Containerwand auf dem Uferstreifen errichtet werden soll. Verläuft das Aufstellen der Containerwand nach Plan, kann die Schifffahrt voraussichtlich frühestens am Ende der kommenden Woche vorübergehend ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Die Suche nach Lösungen, um den Oder-Havel-Kanal zumindest zeitweise wieder für die Schifffahrt freigeben zu können, war für alle Beteiligten sehr schwierig. Ich hoffe nun, dass sich die Containerwand-Lösung technisch gut umsetzen lässt und die Wasserstraße dann wenigstens an den Randzeiten wieder befahrbar sein wird.

Für die gerade startende Wassertourismussaison sowie für die auf die Wasserstraßen angewiesenen Unternehmen sind das gute Nachrichten in einer dramatischen Situation. Wir befinden uns in einer Krisensituation, in der die Stadt Oranienburg, der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes (KMBD) sowie das Wasser- und Schifffahrtsamt gut zusammenarbeiten. Hier zeigt sich eine hohe Professionalität und jahrelange Erfahrung im Umgang mit Kampfmitteln.

Die vermuteten Bomben liegen metertief im Boden, das Freilegen wird die Mitarbeiter des KMBD enorm fordern. Die Sicherheit von Menschen, nicht bei Explosionen eines Blindgängers zu Schaden oder gar zu Tode zu kommen, hat oberste Priorität. Es ist deshalb nachvollziehbar, dass das Vorbeifahren an den Bombenverdachtspunkten nur außerhalb der Arbeitszeit des KMBD erfolgen kann. Die Blindgänger müssen so schnell wie möglich unschädlich und Oranienburg ein Stück sicherer gemacht werden. Dafür danke ich allen Beteiligten!