Verbesserung der Anbindung Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen: Kulturministerin setzt für Lösung auf Arbeitsgruppe der Stadt Oranienburg

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Ich wollte von der Landesregierung wissen, wie der aktuellen Stand der Verbesserung der Anbindung der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen eingeschätzt wird. In der Fragestunde im Landtag Brandenburg äußerte sich Kulturministerin Dr. Martina Münch zu meiner Frage.

Kulturministerin Münch bestätigte, dass die Stadt Oranienburg gemeinsam mit den weiteren Partnern an Lösungen für eine verbesserte Besucherführung unter Berücksichtigung der An-wohnerinteressen arbeitet. Die Anwohner fühlen sich zunehmend aufgrund von steigenden Besucherzahlen in ihrer Wohnqualität und damit verbundenem Müllanfall oder Belästigungen durch Dieselabgase der Reisebusse gestört. Erste Maßnahmen zur Entlastung der Anwohner wie das Aufstellen von Müllbehältern, das Anbringen von Geschwindigkeitsanzeigen oder die Erneuerung des Gehweges in der Straße der Nationen wurden durch die Stadt bereits umge-setzt. Weiter sagte die Ministerin, dass derzeit Untersuchungen für eine Buslinienänderung, eine Taktverdichtung sowie der Einsatz eines Shuttlebusses geprüft werden. Für verträgliche Lösung zur Lenkung der Pendlerströme setzt die Ministerin auf die bei der Stadt eingerichtete Arbeitsgruppe.

Ich kann den Frust der Anwohnerinnen und Anwohner nachvollziehen. Die Besucherzahlen der Gedenkstätte steigen weiter an, damit auch die Belastungen für das Wohngebiet. Ich hoffe deshalb auch, dass die Arbeitsgruppe zu einer guten Lösung findet, die am Ende auch alle Be-teiligten mittragen können. Diese sollte so aussehen, dass ein würdevolles Gedenken der Opfer gewahrt bleibt, muss aber auch die berechtigten Interessen der Anwohnerinnen und Anwoh-ner berücksichtigen.