Auf Sommertour in Templin: Besuch des Krankenhauses, der Westernstadt und des Multikulturellen Centrums

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Das Multikulturelle Centrum, das Sana-Krankenhaus und die Westernstadt Eldorado – das waren die Templiner Ziele des Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann (SPD) innerhalb seiner Sommertour. „Bei allen drei Terminen zogen sich die Themen Corona und seine Folgen sowie die Herausforderungen steigender Preise wie ein roter Faden durch die Gespräche, auch wenn es drei ganz unterschiedliche Unternehmen und Einrichtungen sind“, sagte der Abgeordnete am Ende des Tages.

Den Vorstandsmitgliedern und Mitarbeitenden des MKC geht es insbesondere darum, den Standort eines der führenden kulturellen Einrichtungen der Uckermark zu festigen und auszubauen. Das sei in der aktuellen Situation – Energiekrise, Mindestlohn, Schaffung von zeitgemäßen Angeboten, neue Projektideen – besonders schwierig. Nach der Sanierung der Fußböden im Foyer und im Gründerzeitsaal, die in diesen Tagen abgeschlossen wird, denken die Macher schon weiter. „Der große Wunsch ist, einen zweiten Kinosaal in das Ensemble am Stadtsee als Anbau zu integrieren, perspektivisch sogar einen dritten. Und das Haus soll weiter zu einem Ort des gesellschaftlichen Miteinanders gestaltet werden“, so Björn Lüttmann. Wenn das nicht gelinge, fürchtet der Verein, an Relevanz zu verlieren.  „Das MKC ist mittlerweile eine echte Institution in Templin und trägt mit seinen Angeboten für Kinder und Jugendliche bedeutend zur kulturellen Bildung bei. Die Stadt kann stolz sein, so einen engagierten Verein im Ort zu haben. Das Team möchte das MKC weiterentwickeln, da geht es vor allem um Fördermöglichkeiten.  Ich werde bei den entsprechenden Ministerien nachhaken und versuchen, Fördermöglichkeiten auszuloten“, sagt Björn Lüttmann.

Mit dem Geschäftsführer der Sana Kliniken Berlin-Brandenburg, Christian Quack, und dem Direktor des Templiner Krankenhauses, Florian Schulz, wurde die Situation von Krankenhäusern in ländlichen Regionen erörtert. „Einer der Punkte war, dass die ambulante Versorgung von Patienten mehr in die stationäre Arbeit der Krankenhäuser eingebunden werden müsste“, gab Björn Lüttmann Gesprächsinhalte wieder. Sektorenübergreifendes Arbeiten und Vereinfachung der Pflege waren weitere Schlagworte des Gesprächs. „Da ziehen die Krankenhäuser und die Kassenärztliche Vereinigung offenbar nicht immer an einem Strang“, so Lüttmann, der das Thema in der Fraktions-Arbeitsgemeinschaft Krankenhaus aufs Tapet bringen und das Gespräch mit der Kassenärztlichen Vereinigung suchen möchte.

Ein touristischer Anker ist seit 2004 die Westernstadt Eldorado in Templin. Themenparkleiter Marco Reppenhagen machte deutlich, dass sich daran auch nichts ändern werde. Zwar hatte die Pandemie samt der zeitweisen Schließung dem Unternehmen sichtlich zugesetzt, doch die Corona-Hilfen sorgten für Entspannung. Inzwischen sei Normalität eingezogen. An guten Tagen kämen 600 Besucher und mehr. Ein Geschäftsfeld auf dem sieben Hektar großen Areal sei das Angebot von Übernachtungen – sowohl für Familien, aber auch für größere Gruppen. „Die Westernstadt ist einer der größten Arbeitgeber der Region und beliebtes Ausflugsziel für alle, die Urlaub in der Region genießen wollen. Es ist gut zu hören, dass die Corona-Wirtschaftshilfen wirkten und der Park dadurch leichter durch die Pandemie gekommen ist. Das war das Ziel der finanziellen Unterstützung. Als problematisch stellt sich für das Unternehmen die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr dar. Für die mit der Bahn anreisenden Besucher besteht so gut wie keine Möglichkeit, mit dem Bus von Templin in die Westernstadt zu kommen“, sagt Björn Lüttmann.  Ähnlich wie im Krankenhaus schlägt sich der Fachkräftemangel auch in der Westernstadt nieder. „Ob in der Pflege, in Kliniken, im Tourismus oder im Handwerk, überall werden Fachkräfte und junger Nachwuchs händeringend gesucht.  Als Politik können wir in einigen Bereiche Anreize schaffen, damit der ländliche Raum nicht abgehängt wird, sondern attraktiv bleibt zum Leben und Arbeiten. Hier stehen wir vor großen Herausforderungen“, so Lüttmann.

Hintergrund: Björn Lüttmann ist seit 2014 direkt gewählter Landtagsabgeordneter für Oranienburg, Leegebruch und Liebenwalde. Seit 2020 betreut er zusätzlich auch Templin, Zehdenick und das Boitzenburger Land, weil es in diese  r Region keinen gewählten SPD-Landtagsabgeordneten gibt.

Der Parkleiter der Westernstadt Eldorado, Marco Reppenhagen, mit Björn Lüttmann.
Besichtigung des Kinosaals im Multikulturellen Centrums Templin.
Björn Lüttmann vor dem Sana-Krankenhaus in Templin.
Björn Lüttmann vor dem Sana-Krankenhaus in Templin.