Bauprojekt Kultur- und Bürgerbahnhof Liebenwalde: Vorzeitiger Maßnahmebeginn bewilligt, offizieller Fördermittelbescheid über 2,2 Millionen Euro kommt Anfang 2022

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Gute Nachrichten für Liebenwalde: Der Umbau des alten Bahnhofsgebäudes zu einem Kultur- und Bürgerbahnhof kann starten. Der offizielle Fördermittelbescheid des Landes über 2,2 Millionen Euro kommt im ersten Quartal 2022, ein vorzeitiger Maßnahmebeginn wurde aber bereits am 9. Dezember bewilligt. Dies erfuhr der SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann in der heutigen Fragestunde des Landtages von Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung Guido Beermann. Lüttmann wandte sich an die Landesregierung, da bisher unklar war, wann Liebenwalde mit den Fördermitteln aus dem ehemaligen DDR-Parteivermögen rechnen kann. Der Umsetzung des Projekts steht damit nichts mehr im Weg.

Björn Lüttmann kommentiert: „Die zusätzliche Finanzspritze des Landes wird in Liebenwalde bestens investiert: Für einen Ort der Begegnung an dem das soziale Miteinander großgeschrieben wird. Nach jahrelangem Leerstand und baulichem Verfall zieht dann endlich wieder Leben ins alte Bahnhofsgebäude ein. Ich freue mich, dass auch die Begegnungsstätte der Volkssolidarität ins sanierte Gebäude einziehen kann. Die derzeit genutzten Räume in der Berliner Straße sind leider wenig ansprechend und einladend. Der neue Kultur- und Bürgerbahnhof wird ein Gewinn für Liebenwalde sein, da bin ich mir sicher.

Auch wenn das alte Bahnhofsgebäude bald anders genutzt wird, heißt es nicht, dass das Ziel der Wiederanbindung Liebenwaldes ans Bahnnetz aus den Augen verloren wird. Im Gegenteil: Gemeinsam mit meinen Landtagskollegen von CDU und Grünen setze ich mich dafür ein, dass die 1997 stillgelegte Strecke in den Nahverkehrsplan 2023 des Landes Brandenburg aufgenommen wird. Der Landkreis Oberhavel hat bereits 2020 gemeinsam mit Oranienburg, Liebenwalde und der NEB AG eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht. Eine weitere privat finanzierte Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung des Streckenabschnitts der Heidekrautbahn bis zum Oranienburger Ortsteil Zehlendorf mit Haltepunkt wurde heute vorgestellt.

Auf mehreren Ebenen werden die Pläne für den Ausbau des Bahnnetzes im Norden Oberhavels somit vorangetrieben. Ich unterstütze dies, da die Reaktivierung der Heidekrautbahn bis Liebenwalde nicht nur die Verbesserung der verkehrlichen Anbindung bedeutet, sondern auch neue Perspektiven für städtebauliche Entwicklungen schaffen kann.“