Berlin-Kiewer Theaterprojekt gewinnt diesjährigen Franz-Bobzien-Preis

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Wohl noch nie trafen Geschichte und Gegenwart bei der Verleihung des Franz-Bobzien-Preises von Stadt Oranienburg und des Museums und der Gedenkstätte Sachsenhausen auf so traurige und bewegende Art und Weise zusammen. Das gemeinsame Theaterprojekt des Dokumentartheaters Berlin und des Kiewer Theaters Studio 11 setzt sich mit Babyn Yar auseinander, einer Schlucht in der Nähe von Kiew, in der 1941 mehr als 30 000 ukrainische Jüdinnen und Juden von Deutschen getötet wurden.

Auf Grund des gegenwärtigen Krieges wurde der Schrecken, die Trauer und das Grauen unmittelbar gegenwärtig. Auf großen Fotos hielten die bereits geflohenen ukrainischen Schauspielerinnen und ihre deutschen Kolleginnen die Bilder der noch in der Ukraine verbliebenden Ensemblemitglieder hoch. Mögen sie alle wohlauf sein und der Krieg so bald wie möglich enden!