Besuch im Wildpferdgehege und Haustierpark Liebenthal

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Nach einiger Zeit besuchte ich am Freitag endlich mal wieder ein Unternehmen unserer Region: das Wildpferdgehege und den Haustierpark Liebenthal. Die Corona-Pandemie hatte Vor-Ort-Termine in den letzten Monaten leider nur selten möglich gemacht. Ich stand zwar über andere Kanäle mit der Inhaberin Lydia Rick in Kontakt, dies ersetzte aber nicht den direkten Kontakt. Denn dort kann man viel besser über mögliche Sorgen und Nöte sprechen.  Ich hoffe, bald wieder regelmäßig Unternehmen oder auch Menschen in der Region zu treffen, um mir eventuelle Probleme anzuhören und gegebenenfalls zu helfen.

Lydia Rick, die das Liebenthaler Unternehmen kurz vor Ausbruch der Pandemie übernommen hatte, beschrieb, dass sie in den letzten Monaten sehr auf sich allein gestellt war. Die Corona-Hilfe sei minimal ausgefallen und sie konnte keinen ihrer fünf Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, denn die rund 200 Tiere mussten ja weiterhin versorgt werden. Einnahmen aus Eintrittsgeldern hatte sie kaum, dafür kam etwas Geld aus einer Spendenaktion von RTL herein. Dass der Tierbestand gehalten wurde und der Tierpark (7,5 Hektar groß) durch Sanierungen, Neubauten und andere bauliche Maßnahmen eine neue Qualität erreicht hat, finde ich grandios.

Die Verärgerung von Frau Rick über den Besucherrückgang, der teilweise auf Bestimmungen in der Eindämmungsverordnung zurückzuführen ist, kann ich in einigen Punkten nachvollziehen. Denn nicht alle Festlegungen waren und sind immer ganz nachvollziehbar. Ich denke daran, dass  lange Zeit kaum Differenzierungen zwischen Innen- und Außenbereich gemacht wurden. Aktuell ist vor allem unverständlich, weshalb man in Parks oder Tierparks – also im weitläufigen Außenbereich – Masken tragen muss.

Die neue Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg, die seit dem 12. Mai gilt, ist ohne Frage ein komplexes Werk. Was wann unter welchen Umständen möglich ist, ist für die Menschen sicherlich nicht immer leicht nachzuvollziehen. Wichtig ist aber die grundsätzliche Botschaft, dass mit den sinkenden Corona-Infektionszahlen, steigenden Impfquoten und der zunehmenden Entspannung in den Krankenhäusern die Eindämmungsmaßnahmen schrittweise zurückgenommen werden können. Besonders begrüße ich es, dass das von mir schon lange vertretene Prinzip „außen vor innen“ jetzt konsequent angewandt wird.

Ich denke und hoffe, dass diese Entwicklung ab jetzt auch Lydia Rick und ihrem Team hilft, damit bei ihnen so schnell wie möglich wieder Normalität einzieht.