Besucherlenkung zur Gedenkstätte Sachsenhausen: Alle Verantwortungsträger und Beteiligten bei Lösungssuche einbinden

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In der Diskussion um die Lenkung der Besucherströme zur Gedenkstätte
Sachsenhausen plädieren die Oranienburger Landtagsabgeordneten Heiner Klemp (Bündnis
90/Die Grünen) und Björn Lüttmann (SPD) dafür, weiter nach einer Lösung zu suchen, die die
Interessen aller Beteiligten berücksichtigt und an der sämtliche Verantwortungsträger
mitwirken.

„Wir sind uns einig darüber, dass dieser langwierige Prozess zäh, anstrengend und mitunter
frustrierend ist. Doch es gilt nach wie vor, Brücken zu schlagen zwischen den
Opferverbänden, der Gedenkstätte und ihren Gästen, den Anwohnerinnen und Anwohnern
und den verschiedenen Verwaltungen“, sagt Heiner Klemp. „Das kann nur funktionieren,
wenn die Verantwortlichen auf den unterschiedlichen Ebenen – Stiftung, Stadt, Landkreis
und Land – miteinander reden, um einen Weg zu finden, die diversen berechtigten
Interessen unter einen Hut zu bringen. Ich habe Zweifel, ob ein einseitiger Beschluss der
Stadtverordnetenversammlung diesen Prozess wirklich voranbringen wird, wo doch
Oranienburgs Bürgermeister Laesicke mit der Lösung des Problems bereits gescheitert ist.“

Björn Lüttmann betont, dass Kulturministerin Manja Schüle (SPD) bereits zugesagt hatte,
sich bei einem Vor-Ort-Termin selbst ein Bild zu machen – sowohl von der Gedenkstätte
selbst als auch von der Problematik um die Lenkung der Besucherströme. „Dieser Termin
hätte längst stattgefunden, konnte aber wie so vieles nun wegen der Einschränkungen
aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Unser Ziel muss es aber bleiben, alle
Beteiligten an einen Tisch zu bekommen und eine gemeinsame Lösung zu finden. Mit
unserer Ministerin Manja Schüle haben wir eine starke Unterstützerin der Gedenkstätten. So
setzte sie sich persönlich in den Koalitionsverhandlungen erfolgreich für zusätzliche Gelder
für Gedenkstätten ein. Auch in den Planungen für den Zukunftsinvestitionsfonds finden sich
auf ihre Initiative hin zusätzliche Millionen für die Gedenkstättenarbeit. Ich bin mir sicher,
dass wir gemeinsam mit ihr zu einer guten Lösung kommen werden.“