Finanz- und Innenministerium des Landes Brandenburg unterstützen die Neugestaltung des Gedenkortes KZ Oranienburg

Datum:

In einem Schreiben an mich haben das Finanz- und auch das Innenministerium des Landes Brandenburg ihre Unterstützung zur würdigen Neugestaltung des Gedenkortes KZ Oranienburg bekundet. Die Umgestaltung soll im Rahmen der Errichtung des neuen Studierendenwohnheims in der Berliner Straße Berücksichtigung finden. Wörtlich heißt es in dem Schreiben, dass die Ministerien die „Einschätzung teilen, dass der Gedenkort aufgrund seiner historisch besonderen Tragweite im Zuge der Umsetzung des Landesbauvorhabens entsprechend aufgewertet werden könnte. Gerne sind wir bereit, eine Umgestaltung des Gedenkortes im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten unserer Häuser zu unterstützen.“

Die Umgestaltung soll im Rahmen der Errichtung des neuen Studierendenwohnheims in der Berliner Straße Berücksichtigung finden. Wörtlich heißt es in dem Schreiben, dass die Ministerien die „Einschätzung teilen, dass der Gedenkort aufgrund seiner historisch besonderen Tragweite im Zuge der Umsetzung des Landesbauvorhabens entsprechend aufgewertet werden könnte. Gerne sind wir bereit, eine Umgestaltung des Gedenkortes im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten unserer Häuser zu unterstützen.“

Weiterhin wird in dem Schreiben erläutert, dass die Umgestaltung des Gedenkortes bereits Gegenstand erster Abstimmungen mit der Stadt Oranienburg und der Stiftung Brandenburgischer Gedenkstätten gewesen ist und „als wichtiger Planungsaspekt in die Entwurfsplanung des Landes“ für das Wohnheim einfließen wird. Darüber hinaus kündigen die Ministerien an, dass sie gegenüber der Hochschule für Polizei anregen werden, „die Geschichte des ersten Konzentrationslagers auf preußischem Boden in Oranienburg in den Lehrplan aufzunehmen.“ Auch der in der Stadtverordnetenversammlung geäußerte Vorschlag, „im Zuge der Neugestaltung der Gedenkstätte von Polizeianwärterinnen und Polizeianwärtern gegebenenfalls Patenschaften übernehmen zu lassen“ werde gern aufgenommen.

Die Botschaft der Oranienburger Stadtverordneten ist in Potsdam angekommen: Die Errichtung des Studierendenwohnheims und die würdige Neugestaltung des Gedenkortes KZ Oranienburg gehören zusammen. Auch die angekündigte weitere Sensibilisierung der Brandenburger Polizei für die nationalsozialistische Vergangenheit unseres Ortes begrüße ich sehr. Jetzt kommt es darauf an, dass es möglichst bald ein konkretes Konzept für den Gedenkort gibt, da bereits ab dem zweiten Quartal 2020 mit dem Bau des Wohnheims begonnen werden soll. Hierzu müssen Stadt, Land und Gedenkstättenstiftung weiterhin eng zusammenarbeiten!


Hintergrund: Die Oranienburger Stadtverordnetenversammlung hatte am 13. Januar beschlossen, den Gedenkort KZ Oranienburg neu und würdig zu gestalten. Ziel der Umgestaltung des Gedenkortes ist die Schaffung eines modernen Ortes der Erinnerungskultur, der Aufklärung über die düstere Vergangenheit sowie des Appells für eine freie und offene Demokratie.