Gossmann-Reetz und Lüttmann: Wohnheim für Polizei muss kommen

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„Oranienburg braucht ein Wohnheim für den Polizeinachwuchs und soll es auch bekommen“, fordern die SPD-Landtagsabgeordneten Inka Gossmann-Reetz und Björn Lüttmann. Der Oranienburger Landespolitiker Lüttmann kann es wie seine Landtagskollegin und Sprecherin für Innenpolitik Gossmann-Reetz nicht nachvollziehen, weshalb das Bauprojekt gescheitert sein soll. „Das Wohnheim hat Priorität und ist nötig, um den Hochschulstandort Oranienburg für Auszubildende attraktiver zu machen. SPD, CDU und Grüne waren sich zu Beginn der Wahlperiode einig, dass es eine leistungsstarke, moderne und gut ausgestattete Polizei braucht, um gute Polizeiarbeit leisten zu können. Es ist Aufgabe des Innenministeriums, dieses gemeinsame Ziel umzusetzen. Der Baustart für das Wohnheim muss jetzt sein und darf nicht weiter verschoben werden.“

SPD-Landtagskollegen: Björn Lüttmann und Inka Gossmann-Reetz

Mit Unverständnis reagieren die SPD-Politiker auch auf die Begründung, die für das vermeintliche Scheitern des Projekts in der Presse genannt wurde. „Corona hat die Baupreise überall explodieren lassen, das darf aber nicht zum Stillstand führen. Wir müssen als Land in der Lage sein, trotz Krise Zukunftsinvestitionen möglich zu machen und schaffen es in vielen Bereichen ja auch. Bei Bauprojekten dieser Dimension besteht immer das Risiko, dass sie teurer werden als geplant. Aussitzen und abwarten, bis sich Preise eventuell wieder normalisieren, ist der falsche Weg“, sagt Lüttmann.

Gossmann-Reetz ergänzt: „Wir stehen fest an der Seite der Studierenden der Hochschule der Polizei, die sich seit Jahren für ein Wohnheim einsetzen. Es wäre ein fatales Zeichen in Richtung unserer Polizeianwärterinnen und -anwärter, wenn das Wohnheim nicht kommt. Wir haben uns als Koalition ein Ziel gesetzt und wollen bis 2024 mindestens 8.500 Polizistinnen und Polizisten im Polizeidienst des Landes haben. Statt Sparplänen setzen wir auf Ausbildung, Qualifizierung und Spezialisierung unter bestmöglichen Bedingungen.“

Lüttmann und Gossmann-Reetz sind deshalb zuversichtlich, dass sich eine Lösung für die Finanzierungslücke finden lassen wird. „Finanzministerin Katrin Lange betonte regelmäßig wie wichtig das Wohnheim ist. Schon als Staatsekretärin unter dem früheren Innenminister trieb sie das Projekt voran. Ihrer Unterstützung können wir uns also sicher sein. Die zuständigen Ministerien sollten nun kurzfristig weitere Finanzierungswege prüfen, von denen wir wissen, dass es einige gibt, und dann endlich loslegen mit dem Bau“, so die SPD-Politiker.