Inklusive Akademie ist ein Meilenstein für den Landkreis Oberhavel

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Den Zugang zum Arbeitsmarkt für Menschen mit und ohne Behinderung durch individuelle Unterstützung erleichtern: Das ist das Ziel einer „Inklusiven Akademie für den Landkreis Oberhavel“ zu deren Planung am morgigen Mittwoch Akteure aus der Region zu einem Workshop im Bürgerzentrum Oranienburg zusammenkommen. Die Projektentwicklung wird mit rund 50.000 Euro gefördert, darunter 39.576 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds und 10.174 Euro, die das Land Brandenburg beisteuert. Nach Abschluss der Projektentwicklung soll das Projekt zwei Jahre laufen, wofür bis zu 200.000 Euro Fördermittel von der Europäischen Union (EU) und vom Land Brandenburg möglich sind.

Der Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann wird morgen am Workshop teilnehmen und erklärt: „Die „Inklusive Akademie“ kann als Chancengeber und Brückenbauer für unsere Region wirken, wovon hoffentlich viele Menschen profitieren werden. Menschen mit Behinderung haben es deutlich schwerer, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Idee, individuell auf den Menschen abgestimmte Strategien zu entwickeln, um den Weg in einen regulären Job zu ermöglichen, halte ich daher für dringend notwendig. Als Sozialpolitiker und langjähriges Vorstandsmitglied der Lebenshilfe e.V. Oberhavel Süd hoffe ich, dass die „Inklusive Akademie“ bald an den Start gehen kann. Da auch Menschen ohne Behinderung es nicht immer leicht haben, einen Job zu finden, ist es gut, dass auch diese Gruppe mitgedacht wird.

Das Projekt ist bisher zu 80 Prozent aus EU-Mitteln finanziert, was zeigt, dass unsere Region auch im Bereich Soziales immer wieder von der EU-Förderpolitik profitiert. Im Land Brandenburg wurden in der aktuellen Förderperiode (2014-2020) aus den verschiedenen EU-Fonds mehr als 1000 Projekte unterstützt und rund zwei Milliarden Euro investiert. Viele Projekte hätten ohne EU-Hilfe nicht realisiert werden können. Die Europäische Union ist somit ein wichtiger Partner für die weitere wirtschaftliche und soziale Entwicklung unseres Landes. Entgegen dem Schwadronieren extrem rechter Parteien über einen etwaigen Ausstieg aus der EU ist dieses Projekt wieder einmal ein Beleg dafür, in welchem Ausmaß wir vor Ort immer wieder von EU-Hilfen profitieren.“