Interessante Diskussionsrunde zur Geschichte des Kaltwalzwerkes Oranienburg

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Das Kaltwalzwerk Oranienburg galt zu DDR-Zeiten als das modernste Werk Europas. Nach der Wende wurde das Werk durch die Treuhand abgewickelt und 1993 endgültig geschlossen. Welche Rolle die Treuhand bei der Abwicklung spielte, darüber diskutierte ich mit der früheren Kranfahrerin Ingrid Ludwig, dem damaligen Betriebsrat Gerd Horn und dem Historiker Wolf-Rüdiger Knoll vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin.  Als Fazit haben wir festgehalten, dass es wichtig ist, die Fehler der Wendezeit aufzuarbeiten, um in Gegenwart und Zukunft das Verständnis füreinander zu fördern. Die Lebensleistung Ostdeutscher muss unabhängig davon, ob ihr Betrieb Anfang der 1990er Jahre verschwand, anerkannt werden. Zeitzeugengespräche sind jetzt, eine Generation danach, sehr wichtig, um authentische Berichte zu bewahren. Und mehr denn je gilt es, dass Menschen sich in Gewerkschaften und Parteien für die Demokratie einsetzen. Danke an die „Zeitreisenden“ und das Oranienwerk für die tolle Organisation!