Kampfmittelsuche: Gute Aussichten auf Fortsetzung der Modellregion Oranienburg!

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Wie geht es weiter mit der Modellregion Oranienburg bei der Kampfmittelbeseitigung? Der Oranienburger Landtagsabgeordnete und Mitinitiator der Modellregion, Björn Lüttmann, erkundigte sich in der Fragestunde des Landtages, ob die nach drei Jahren gesetzlich vorgeschriebene Evaluierung in 2022 erfolgt. Zudem erfragte er die Verlängerungsperspektiven für die Modellregion.

Brandenburgs Minister des Innern und für Kommunales Michael Stübgen bestätigte in seiner Antwort, dass die Evaluierung nach wie vor für das nächste Jahr geplant sei. Jedoch werde wegen coronabedingt fehlender Daten auch eine Verschiebung um ein Jahr in Betracht gezogen. Entschieden werde dies im Einvernehmen mit der Stadt Oranienburg. Weiterhin bekräftigte er, dass die Regierung dazu tendiere, das Modellprojekt fortzusetzen bzw. den Einsatz des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KMBD) als Sonderordnungsbehörde in Oranienburg zu institutionalisieren.

Björn Lüttmann erklärt: „Die Bombensuche in Oranienburg muss weiter Priorität haben! Die heutigen Aussagen machen deutlich, dass die Landesregierung diese Auffassung nach wie vor teilt. Das freut mich sehr. Mit der anstehenden Evaluation der Modellregion ist auch eine Bilanz zur Arbeits- und Wirkungsweise des KMBD in Oranienburg verbunden. Mit meiner Landtagskollegin Nicole Walter-Mundt (CDU) und Heiner Klemp (Bündnis 90/Die Grünen) bin ich mir einig, dass wir den Prozess der Evaluation gemeinsam begleiten wollen und uns hierzu auch regelmäßig mit dem Bürgermeister abstimmen wollen.

Es ist ein wichtiges Signal, dass trotz coronabedingter Einschränkungen am Modellprojekt festgehalten und die Notwendigkeit für eine weiter intensive Bombensuche vor Ort gesehen wird. Die Kosten der Kampfmittelbeseitigung werden zum Großteil durch das Land Brandenburg und auch die Stadt Oranienburg gestemmt. Ich erwarte, dass auch die neue Bundesregierung weiter finanziell dabei unterstützt, die Bomben in Oranienburg unschädlich zu machen.“

Hintergrund: Rund 200 Bombenblindgänger werden noch immer im Stadtgebiet Oranienburg vermutet. Seit 2019 sorgt der Zentraldienst der Polizei mit seinem Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) als Sonderordnungsbehörde im Rahmen der Modellregion Oranienburg erfolgreich dafür, schneller und gezielter nach den tödlichen Altlasten zu suchen. Laut den Vorgaben im Ordnungsbehördengesetz des Landes Brandenburg steht 2022 eine Evaluierung an.

Mehr Infos zum Thema Bombensuche gibt es hier: Bomben: Suche & Entschärfung – Björn Lüttmann (bjoern-luettmann.de)