Koalitionsfraktionen fordern „Corona-Rettungsschirm“ für soziale Infrastruktur in Brandenburg

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Infolge der Corona-Pandemie haben soziale Dienstleister und Einrichtungen im Land Brandenburg mit Einnahmeverlusten, Schließungen von Einrichtungen bis hin zu drohenden Insolvenzen zu kämpfen. Die Koalitionsfraktionen von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen setzen sich mit dem Antrag „Ein Corona-Rettungsschirm für die soziale Infrastruktur in Brandenburg“ für den Erhalt und die finanzielle Sicherung von Angeboten und Trägern ein. Unterstützt werden sollen insbesondere Strukturen zur Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und Sozialhilfeangebote sowie soziale Dienstleister, für die sonstige Corona-Hilfsmaßnahmen im Sozialbereich nicht in Frage kommen.

Mich erreichten in den letzten Wochen viele Zuschriften besorgter Sozialverbände aus unserer Region. Auch durch meine Mitarbeit im Vorstand der Lebenshilfe Oberhavel Süd weiß ich, wie sehr die Corona-Krise die Arbeit der Sozial- und Wohlfahrtsverbände verändert. So sind beispielsweise die Menschen mit Behinderungen, die sonst in Werkstätten einer Beschäftigung nachgehen, rund um die Uhr am Wohnort zu betreuen. Der Antrag sieht dazu vor, dass solch ein eventueller Mehraufwand wie etwa derzeit in den Wohnstätten bezahlt werden kann. Auch Leistungen die in anderer Form erbracht werden müssen, zum Beispiel als Telefonberatung statt persönlichem Gespräch, werden anerkannt. Wichtig ist hier, dass Land und Kommunen eng zusammenarbeiten.

Wir müssen unseren Sozialstaat gut durch die Krise bringen. Deshalb ist es notwendig, unsere sozialen Hilfesysteme jetzt zu unterstützen, damit diese auch nach Corona noch existieren. Im Land Brandenburg verfügen wir glücklicherweise über ein dichtes Netz an sozialen Hilfesystemen und es wäre fahrlässig, dieses aufs Spiel zu setzen.

Link zum Antrag „Ein Corona-Rettungsschirm für die soziale Infrastruktur in Brandenburg!“: https://bit.ly/2SHy4mD