Lüttmann und Wilde begrüßen überfraktionellen Antrag zur Besucherlenkung der Gedenkstätte Sachsenhausen

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In der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung wurde heute der gemeinsame Antrag von SPD, CDU, FWO/Piraten und FDP „Entlastung der Anwohner der Gedenkstätte Sachsenhausen von den Emissionen des Busverkehrs – Schaffung eines neuen Besucherparkplatzes“ verabschiedet. Der Antrag ist Ergebnis intensiver Beratungen der beteiligten Fraktionen und einer Gesprächsrunde am 28. Mai in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen an der Brandenburgs Kulturministerin Dr. Manja Schüle, der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Dr. Axel Drecoll, die Vertretung der Opferverbände sowie die Anwohnerinitiative, die Stadt Oranienburg und der Landkreis Oberhavel teilnahmen.

Björn Lüttmann, Stadtverordneter für Oranienburg-Neustadt und Landtagsabgeordneter:
„Die Besucherlenkung muss an aktuelle Bedürfnisse angepasst werden. Ziel ist es, den Verkehr aus dem umliegenden Wohngebiet rauszuziehen und so für mehr Ruhe und Entlastung vom Reise- und Linienbusverkehr zu sorgen. Das Museum und die Gedenkstätte Sachsenhausen stehen in den nächsten Jahren zudem vor großen Herausforderungen. In Zeiten, in denen es bald leider keine Zeitzeugen mehr geben wird, ist es eine zentrale Aufgabe, Museum und Gedenkstätte zu einem modernen, auch digital erfassbaren, Lernort weiterzuentwickeln. Die Weiterentwicklung der Gedenkstätte, dass bedeutet der Neubau eines modernen Besucherzentrums und die Lenkung von inzwischen mehr als 700.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich, müssen also zusammen gedacht und geplant werden. Die Stadt Oranienburg hat seit einigen Jahren verschiedene Varianten für eine Verlegung des Reisebusparkplatzes, der Anbindung der Linienbusse sowie des fußläufigen Verkehrs erarbeitet. Für mich gibt es im Hinblick auf den Stellplatz für die Reisebusse noch verschiedene Optionen, die zu prüfen sind. Wie bei der Gesprächsrunde im Mai vereinbart, wollen wir im September einen großen Schritt weiter sein. Bis dahin, so ist die Absprache zwischen Stadtverwaltung und Gedenkstätte, sollen konkrete Ergebnisse auf dem Tisch liegen.“

Burkhard Wilde, Ortsvorsteher von Sachsenhausen, fügt hinzu: „Es ist wichtig, dass wir endlich eine Lösung finden, die den Wünschen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der Gedenkstätte gerecht wird. Mit dem nun beschlossenen Antrag sind wir auf einem guten Weg und ich hoffe sehr, dass die Stadtverordneten diesen nicht wieder zerreden, nur um einzelne Meinungen durchzudrücken. Für den Ortsteil Sachsenhausen ergäben sich mit einer möglichen neuen Führung von Linienbussen zudem Verbesserungen für die Anbindung des Bahnhofs Sachsenhausen. Nicht nur Gedenkstättenbesucher auch Einwohnerinnen und Einwohner aus Sachsenhausen würden den Bahnhof eher ansteuern, wenn dieser besser angebunden wäre und es auf der Strecke von und zur Gedenkstätte mehrere Haltstellen gäbe. Zudem wächst Oranienburg mit dem neuen Wohngebiet „Am Aderluch“ weiter. Auch das Wohngebiet sollte angebunden und bei den Planungen mitgedacht werden.“

Foto: Björn Lüttmann, MdL, und die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur Dr. Manja Schüle in der Gedenkstätte Sachsenhausen