Ministerin Schüle und Lüttmann für Unterbringung der Jüdischen Gemeinde in der Lehnitzstraße

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Im Rahmen eines Gespräches mit der Jüdischen Gemeinde Oberhavel informierte sich heute der Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann erneut über den aktuellen Stand der Suche nach einem neuen Standort. Dabei bekräftigte er seine Unterstützung für eine Übernahme der Liegenschaft des alten Polizeireviers aus Landeseigentum.

Lüttmann: „Ich freue mich, dass sich nach einigen Jahren der Unsicherheit die Anzeichen für eine Lösung verdichten. Bereits in der vorausgegangenen Wahlperiode des Landtags hatte ich mich gegenüber dem damaligen Finanzminister Christian Görke für eine Vergabe der Liegenschaft des ehemaligen Polizeireviers in der Lehnitzstraße an die Jüdische Gemeinde stark gemacht.“

In den letzten Monaten schien es eine andere Standortperspektive für die Jüdische Gemeinde zu geben, nämlich den Wiedereinzug in ihr vorheriges Domizil in der Sachsenhausener Straße, welches nun in städtischem Besitz ist und saniert wird. Auch hatte zwischenzeitlich die Stadt Anspruch auf das ehemalige Polizeirevier in der Lehnitzstraße erhoben, um dort eine Kindertagesstätte einzurichten.

Lüttmann: „In der Stadtverordnetenversammlung gaben Bürgermeister und Sozialdezernentin nun bekannt, dass die Liegenschaft nicht mehr für einen Kita-Standort benötigt wird. Somit ist dieses Konfliktfeld zwischen Jüdischer Gemeinde und Stadt abgeräumt. Nun sollte es hoffentlich auch von Landesseite keine Hindernisse mehr geben, die Vergabe an die Jüdische Gemeinde vorzunehmen. Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle setzte sich bereits im Februar in einem Brief an das Finanzministerium dafür ein, die Jüdische Gemeinde in der Lehnitzstraße unterzubringen. Gemeinsam mit der Ministerin bin ich der Meinung, dass das alte Polizeirevier eine wie es in dem Brief heißt „räumlich kombinierte Erfüllung vielfältiger Gemeindeaufgaben“ ermöglicht. Auch die mögliche Schaffung eines betreuten jüdischen Wohnens ist ein Vorteil. Nicht zuletzt erfüllt die ehemalige Wache alle Auflagen des Objektschutzes, die seit dem Anschlag von Halle noch einmal erhöht wurden. Ich hoffe deshalb, dass nun – nach dieser jahrelangen Hängepartie – endlich eine Vergabe des Objekts an die Jüdische Gemeinde erfolgt. Es ist wichtig und wertvoll, dass sich jüdisches Leben, gerade in unser historisch belasteten Stadt, voll entfalten kann!“