Neugestaltung der Brachfläche in der Rungestraße ist Chance für Oranienburgs Innenstadtentwicklung

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Zur Diskussion um die Bebauung der Rungestraße und die vorübergehende Schaffung eines provisorischen Parkplatzes erklärt der Stadtverordnete Björn Lüttmann:
„Die mit den Stimmen aller Fraktionen im Finanzausschuss gefasste Empfehlung für die Stadtverordnetenversammlung hat mehr Seiten als nur die Idee eines Parkplatzes in der Rungestraße. Es geht ganz grundsätzlich darum, dass die derzeitige Brachfläche mit herumliegenden Trümmern endlich in eine vernünftige Nutzung kommt. Dazu werden die viel zitierten 400 000 Euro eingesetzt: Fortführung des Bebauungsplanverfahrens, Beräumung des Grundstücks von den Trümmern, Erstellung eines Wertgutachtens und Herstellung eines behelfsmäßigen Parkplatzes. Für den vorübergehenden, keine Flächen versiegelnden, Parkplatz sind demnach 70 000 Euro angesetzt und nicht – wie in den letzten Tagen zu lesen war – eine halbe Million Euro.
Diesen provisorischen Parkplatz wollten die Stadtverordneten eigentlich schon für das Weihnachtsgeschäft der Oranienburger Einzelhändler/innen. Er soll nun zum „Neustart nach Corona“ den Geschäften für einen begrenzten Zeitraum helfen, mehr Kunden in die Innenstadt zu locken. Ich sage ganz klar: Das wird nur funktionieren, wenn dieser Parkplatz jetzt schnell, unbürokratisch, kostengünstig und einfach hergestellt kommt. Deshalb hoffe ich auf einen zügigen Beschluss.
Für mich geht es dabei nicht nur um mehr oder weniger Parkplätze in der Innenstadt. Es geht bei dem Gesamtprojekt um eine ansprechende Bebauung der bisherigen Brachfläche, in dessen Zuge dann auch mehr Parkplätze in der Rungestraße entstehen sollen. Auf der anderen Seite sollte es dann aber perspektivisch zu einer Verlagerung des Parkens raus aus der Bernauer Straße hinein in die Rungestraße kommen. In der Bernauer Straße wünsche ich mir, gemäß eines weiteren Stadtverordnetenbeschlusses vom letzten Jahr, mehr Aufenthaltsqualität und das bedeutet für mich mehr grün und weniger versiegelte Fläche. Die Bernauer Straße sollte künftig von Verkehr entlastet werden, mehr gemütliche Aufenthaltsflächen, Cafés und kleine Geschäfte zum Stöbern bieten.
Die immer wieder hochkochende Diskussion um die Oranienburger Innenstadt zeigt, wie wichtig es ist, dass wir jetzt in einen breiten Beteiligungsprozess einsteigen, dem dann aber auch bald Taten folgen müssen. In diesem Zusammenhang freuen ich mich auf den schon bald vorgesehenen Umbau des Boulevards und eine hoffentlich schnell beginnende Beräumung der Flächen an der Rungestraße!“