Soziales und Sport: „Brandenburg-Paket“ kommt auch in Oberhavel an

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In den letzten Tagen hat die Koalition aus SPD, CDU und Grünen konkretisiert, welche Hilfsmaßnahmen mit dem zwei Milliarden Euro umfassenden „Brandenburg-Paket“ umgesetzt werden sollen. Ein wichtiger Schwerpunkt wird die Krisenhilfe für soziale Infrastruktur und Sportvereine sein. Rund 600 Millionen Euro sind insgesamt für den Fall eingeplant, dass Vereine und Verbände in den Bereichen Bildung, Jugend, Wissenschaft, Kultur, Sport, Gesundheit und Soziales in finanzielle Schieflage geraten.

Auch Einrichtungen und Vereine im Landkreis Oberhavel werden von diesem „sozialen Rettungsschirm“ profitieren. „Ob Lebenshilfe, Volkssolidarität, die „Oranienburger Tafel“, der Märkische Sozialverein, die Verbraucherzentrale, die Schuldner- und Insolvenzberatung, die vielen Selbsthilfegruppen oder Familien- und Frauenberatungsstellen: In Oberhavel gibt es glücklicherweise eine Vielzahl an sozialen Dienstleistern, die Hilfs- und Beratungsangebote für Menschen aus der Region anbieten. Mit dem Brandenburg-Paket sorgen wir dafür, dass unser Netz an sozialer Infrastruktur keine Löcher bekommt. Stattdessen geben wir Anbietern und den vielen Menschen, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind, die Sicherheit, dass es zu keinen Einschränkungen wegen zu hoher Kosten für Strom und Heizung kommen wird. Einige Angebote wie die der Verbraucherzentrale sowie Schuldner- und Insolvenzberatung bauen wir sogar aus“, sagt der Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD).

Eine erneute Corona-Soforthilfe erfahren die Sportvereine im Land Brandenburg. Die Koalition einigte sich darauf, dass den Vereinen für jedes Mitglied pauschal acht Euro überwiesen werden. „Allein in Oberhavel sind mehr als 25.000 Menschen in Sportvereinen organisiert. Somit fließen mehr als 200.000 Euro in die Oberhavelvereine. Vorstandsmitglieder, Übungsleiter oder Aktive – sie alle mussten in der Zeit der Corona-Pandemie besondere Herausforderungen meistern. Sportangebote mussten coronakonform umgestellt werden. Die unbürokratische Finanzspritze soll helfen, den Sportalltag auch in den kommenden Monaten sicherzustellen“, so Lüttmann.

Lüttmann weiter: „Ziel ist, dass kein Verein auf der Strecke bleibt. Mit dem sozialen Rettungsschirm als Teil des Brandenburg-Pakets ziehen wir auch Lehren aus der Corona-Pandemie. Damals mussten soziale Dienstleister und Sportvereine zum Teil wegen Corona-Einschränkungen schließen. Angebote und auch Arbeitsplätze standen auf der Kippe. Mir als Sozialpolitiker und der SPD-Landtagsfraktion ist es wichtig, erneute Notsituationen zu verhindern. Stattdessen setzen wir auf Vorsorge und Stabilität.“


Hintergrund „Brandenburg-Paket“

Das „Brandenburg-Paket“ ist angelegt als Ergänzung zu den Unterstützungsprogrammen des Bundes, die unter anderem für Entlastungen beim Strompreis, dem Wohngeld, den Heizkosten, im Öffentlichen Nahverkehr oder in der Wirtschaft sorgen. Dort wo Bundeshilfen nicht greifen, soll das Brandenburg-Paket helfen. Familien, Unternehmen, Verkehrsbetriebe oder Kommunen sollen so gezielt von Preissteigerungen entlastet und Investitionen in zukunftsweisende Projekte ermöglicht werden.


Brandenburg-Paket: Übersicht zu Maßnahmen im Bereich Aufrechterhaltung, Ausbau und Modernisierung kritischer Infrastruktur aufgrund veränderter Risiko- und Gefahrenlagen

Mehr Infos hier: MELDUNG SPD-LANDTAGSFRAKTION