Stadtverordnete fordern Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt

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Anfang des Monats hatten sich die Stadtverordneten Björn Lüttmann (SPD), Christian Howe (CDU) und Thomas Ney (FWO/Piraten) mit einer gemeinsamen Anfrage an den Bürgermeister gewandt. Sie wollten in Erfahrung bringen, welche kurzfristigen Maßnahmen die Stadt zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt – insbesondere mit Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft geplant habe. Die Antwort des Bürgermeisters liegt nun vor.

Dazu Björn Lüttmann, Stadtverordneter der SPD-Fraktion: „Die Corona-Pandemie verlangt uns allen viel ab und leider fallen auch traditionelle Veranstaltungen wie der Weihnachtsgans-Auguste-Markt und die vielen kleinen Weihnachtsmärkte in den Ortsteilen dieses Jahr aus. Umso wichtiger finde ich es, dass nach Alternativen geschaut wird, die auch unter „Corona-Bedingungen“ möglich sind. Hier wäre ein neues innovatives Beleuchtungskonzept, wie es TKO und City-Gemeinschaft eigentlich frühzeitig vorgelegt hatten, eine schöne Sache gewesen. Leider wurde dieses Konzept nicht verwirklicht und so ist man jetzt in die Situation gekommen, dass nur kurzfristig externe Anbieter geprüft werden konnten. Ich hoffe nun, dass hier wenigstens noch eine „kleine Lösung“ gefunden wird und im nächsten Jahr dann der „große Wurf“ folgt. Die Oranienburger/innen haben es sich nach einem schweren Jahr wahrlich verdient, Weihnachten etwas Schönes geboten zu bekommen!“

Der Wunsch der Stadtverordneten nach einer angemessenen weihnachtlichen Dekoration wird sich nach Auskunft der Stadt jedoch nur teilweise erfüllen. Zwar ist die Anbringung von Lichterketten im Umfeld des Schlosses und entlang der Bernauer Straße geplant. Weitergehende Konzepte gestalten sich jedoch nach Auskunft von Ralph Kotsch, Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung der Stadt Oranienburg, schwierig. Derzeit laufe noch eine Prüfung zwischen Tiefbauamt und TKO. Weihnachtsaktionen mit Veranstaltungscharakter seien aber mit Hinblick auf die Eindämmungsmaßnahmen wegen der Coronapandemie nicht zulässig. Auch die kurzfristige Herrichtung eines Parkplatzes in der Rungestraße sei aufgrund rechtlicher Vorgaben ausgeschlossen. Die Stadtverordneten hatten sich jedoch darauf verständigt, dies zumindest schnellstmöglich umzusetzen.

Der CDU-Stadtverordnete Christian Howe sagt: „Die Oranienburger Händlerschaft hat uns als Politik einige Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben, damit das Einkaufserlebnis in der Innenstadt kurzfristig attraktiver werden kann. Ich begrüße dabei vor allem, dass wir uns gemeinsam darauf verständigt haben, die Brachfläche in der Rungestraße zu einem behelfsmäßigen Parkplatz herrichten zu lassen. Dieser sollte den Kunden und Bürgern schnellstmöglich und entgeltfrei zur Verfügung stehen. Nach dem positiven Votum der Stadtverordneten im Hauptausschuss sind jetzt vor allem der Bürgermeister sowie die Geschäftsführer der WOBA in der Pflicht, das Thema Parkplatz im kommenden Jahr anzupacken.“

Ihm pflichtet Thomas Ney, Stadtverordneter für die Piratenpartei bei: „Die Einrichtung eines provisorischen und entgeltfreien Parkplatzes in der Rungestraße kann die Einkaufs- und Aufenthaltsqualität in der Bernauer Straße spürbar erhöhen, indem zumindest ein Teil des Verkehrs zwischen der Stralsunder Straße und der Sachsenhausener Straße in Richtung Parkplatz umgeleitet wird und Kunden von außerhalb der Innenstadt sicher einen Stellplatz finden. Gleichzeitig kann hiermit der Startschuss für ein Parkleitsystem gelegt werden, welches besonders von den Einzelhändlern schon lange gewünscht wird. Für die Stadt wäre die Herrichtung der Fläche in der Rungestraße langfristig weitestgehend kostenneutral, da diese vor einer zukünftigen Bebauung ohnehin beräumt werden müsste.“

Das Antwortschreiben der Stadtverwaltung findet sich hier:

Antwortschreiben Stadt Oranienburg zu Weihnachtsbeleuchtung und Parkplatz