Wichtig für die Wirtschaft, Riesen-Herausforderung für die Kampfmittelräumer

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Der Oder-Havel-Kanal wurde heute  – mit Ausnahmen – für die Schifffahrt freigegeben. Ich bin sehr froh, dass die Containerwand-Lösung umsetzbar ist. Die wichtige Wasserverbindung zwischen Brandenburg und Polen ist damit nun zumindest eingeschränkt wieder passierbar, was insbesondere der regionalen Wirtschaft zugutekommt. Es gibt viele regionale Unternehmen, die vom Transport auf Wasserstraßen abhängig sind. Einige hatten angekündigt, Kurzarbeit anmelden zu müssen oder sogar vorübergehend die Produktion einzustellen. Ich hoffe, dies ist nun nicht mehr nötig.

Der schwierigste Part liegt jetzt jedoch noch vor uns. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes (KMBD) muss die vermuteten Blindgänger unschädlich machen. Die Vorarbeit dazu leisten überwiegend private Räumfirmen: Sie wurden im Vorfeld mit der Absuche der Flächen beauftragt und sind nun auch am Freilegen der Blindgänger beteiligt. Diese Menschen riskieren ihr Leben bei der Arbeit und arbeiten nun unter schwierigsten Bedingungen. Dafür gebührt Ihnen unser Dank!

Ich hoffe nun, dass die Grundwasserabsenkung und das Herstellen der Bergegrube weiterhin komplikationslos verlaufen und die Blindgänger Anfang Juni unschädlich gemacht werden können.


Laut Mitteilung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde gelten für Fahrten – außerhalb der Arbeitszeiten der Kampfmittelräumer – die folgenden Einschränkungen: 

    • Montag bis Donnerstag nur von 17 Uhr bis 6 Uhr,
    • Freitag bis Sonntag sowie an Feiertagen ganztägig,
    • im Richtungsverkehr auf der linken Seite (der Containerwand gegenüberliegendes Ufer),
    • aller Personen haben sich unter Deck aufzuhalten.

Aufgrund der bestehenden Gefahrenlage dürfen folgende Fahrzeuge die Wasserstraße weiterhin nicht befahren:

    • muskelbetriebene Kleinfahrzeuge (u.a. Kanus, Kajaks, Ruderboote)
    • Kleinfahrzeuge ohne Aufbauten (u.a. Angelkahn mit Außenborder)

Foto: Copyright Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde