Lüttmann vor dem Gesundheitsamt Oberhavel

Zum „Tag des Gesundheitsamtes“ am 19. März: Auch Oberhavels Gesundheitsamt steht ganz im Zeichen der Corona-Bekämpfung

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Am 19. März ist der jährliche „Tag des Gesundheitsamtes“: An diesem vor zwei Jahren erstmals durch das Robert Koch-Institut ausgerufenen Tag sollen die Gesundheitsämter für ihre wichtige Arbeit gewürdigt werden. Im Vorfeld dieses Tages wollte der Oranienburger Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann wissen, wie sich die Corona-Pandemie auf die Arbeit Gesundheitsämter der Landkreise ausgewirkt hat und stellte dazu eine Anfrage an die Landesregierung. Der Abgeordnete kommentiert die Antwort des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz wie folgt:  „Nie standen Gesundheitsämter so im Fokus und im Feuer wie dieser Tage, wie auch die Antwort der Landesregierung auf meine Anfrage zeigt. Auf Grund der Pandemie wurde auch das Personal des Gesundheitsamtes Oberhavel überwiegend in der Pandemiebekämpfung eingesetzt, vor allem in dem zentralen Bereich der Kontaktnachverfolgung. Wichtige Arbeitsbereiche und originäre Aufgaben des Amtes mussten deshalb zurückgefahren werden. Landesweit besonders betroffen war nach Auskunft des Ministeriums der Bereich der Zahnärztlichen Dienste. Diese wurden fast gegen Null gefahren und wichtige Untersuchungen in Kitas und Schulen fanden nicht statt. Das hat unter anderem zur Folge, dass nur etwa die Hälfte aller 12jährigen Kinder im Schuljahr 2019/2020 zahnmedizinisch untersucht wurden. Für das laufende Schuljahr wird eine noch schlechtere Bilanz erwartet. Auch andere Bereiche des Gesundheitsamtes wie amtsärztliche Gutachten oder der Bereich Hygiene mussten zu Gunsten der Pandemiebekämpfung deutlich zurückstecken. Manche Aufgaben, wie zum Beispiel die Schuleingangs- und Schulabgangsuntersuchungen oder die sozialpsychiatrischen Dienste, wurden trotz Pandemie weitgehend normal wahrgenommen.

Damit auch das Gesundheitsamt Oberhavel die Wiederaufnahme der regulären Arbeit trotz abzuarbeitendem Rückstau gut bewältigen kann, verspricht das Land Hilfestellung und steht in engem Kontakt mit den Gesundheitsämtern vor Ort. Dabei werde regelmäßig beraten, welche Maßnahmen erforderlich seien, um die Gesundheitsämter bestmöglich zu unterstützen. Im Übrigen werde eine Verbesserung der personellen und materiellen Situation der Gesundheitsämter durch die zügige Umsetzung des vom Bundestag beschlossenen „Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ erwartet.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Arbeitsbelastung für das Personal des Gesundheitsamts Oberhavel in der Pandemie noch einmal deutlich gestiegen ist. Ich bedanke mich bei allen Mitarbeitenden für ihren unermüdlichen Einsatz, der mit vielen Überstunden und wenig Urlaub verbunden ist. Ich hoffe sehr, dass eine Entspannung der Pandemie-Situation eintritt, auch um den Gesundheitsämtern eine Rückkehr zu ihren originären Aufgaben zu ermöglichen. Mit Blick auf die Zukunft ist dabei zentral, dass der „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ greift und die schon vor der Pandemie personell ausgezehrten Gesundheitsämter besser ausgestattet werden.

Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage: Wahrnehmung originärer Aufgaben der Gesundheitsämter in der Pandemie