Zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai: „Ausbau digitaler Angebote ist eine Lehre aus der Krise

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Geschlossene Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Einschränkungen bei medizinischer Betreuung und Veränderungen bei privaten Treffen: Die Corona-Pandemie hat die Teilhabe-Chancen von Menschen mit Behinderungen deutlich eingeschränkt. Große Herausforderungen mussten aber auch Familien und soziale Dienstleister in den Bereichen Pflege, Assistenz und Betreuung meistern. Fehlende Corona-Tests und Hygieneartikel oder Mitarbeiter in Quarantäne, unter anderem durch die Arbeit bei der Lebenshilfe e.V Oberhavel Süd weiß ich, welche Probleme plötzlich unerwartet auftauchten.

Soziale Teilhabe kann nur funktionieren, wenn alle Menschen gleichmäßig an der Gesellschaft teilnehmen können. Die Corona-Pandemie machte auf noch vorhandene Barrieren ebenso aufmerksam wie auf die Notwendigkeit, Unterstützungssysteme für Menschen mit Behinderungen stärker auszubauen. Ich denke zum Beispiel an mehr digitale Arztsprechstunden, das Taxi rufen per App oder die barrierefreie Kontaktaufnahme mit Ämtern oder Behörden. Die Digitalisierung bietet viel Potential für mehr Partizipation.

Ein selbstbestimmtes Leben darf keine Frage von Behinderung sein. Die Pandemie hat klar gezeigt, was passiert, wenn Strukturen von heute auf morgen wegbrechen oder eingeschränkt werden. Im Sozialausschuss im Landtag war dies Thema seit Beginn der Krise. Wir werden sicher noch auswerten, welche Auswirkungen sich konkret im Land Brandenburg zeigten und welche politischen Handlungsaufträge sich daraus ergeben. Persönlich werde ich mich im Ehrenamt bei der Lebenshilfe und auch im Landtag als Sozialpolitiker weiter dafür einsetzen, die Inklusion im Land Brandenburg voranzubringen.